Selbstbestimmtes Wohnen im Alter

Beantragen sie bei körperlichen Beeinträchtigungen frühzeitig wohnraumanpassende Maßnahmen, legte der stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenrats Rastatt und Orthopädietechnikermeister Josef Elter den Teilnehmern ans Herz.

Rastatt (hr) – Im Rahmen des Projekts „Daheim Wohnen in Rastatt“ hatte Margit Wagner-Körber vom städtischen Fachbereich Jugend, Familie und Senioren einen Vortrag im Rossi-Haus Initiiert, bei dem der stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenrats Rastatt (KSR) und Orthopädietechnikermeister Josef Elter mit vielen Praxisbeispielen einen Überblick über Möglichkeiten gab, wie man auch mit körperlich Einschränkungen lange in den eigenen vier Wänden sicher wohnen kann und welche Möglichkeiten zur Finanzierung es gibt. Er streifte dabei die Themenbereiche Stürze vermeiden, barrierefreie Zugangsmöglichkeiten, rutschhemmende Beschichtungen für Wannen- und Duschen, Umbaumaßnahmen, Hilfsmittel im Bad/WC sowie Treppengeländer im Innen- und Außenbereich und Kommunikation und Sicherheit. Besonderen Wert legte Elter in seinem kurzweiligen Vortrag auf Maßnahmen, die wieder zurück gebaut werden können und daher für Mietwohnungen besonders geeignet sind. Beispielsweise stellte er Duschen vor, die nach einem Schlaganfall nach vorbereitenden Maßnahmen innerhalb eines Tages aufgestellt werden können. Sofern ein Pflegegrad anerkannt ist, fördert die Pflegeversicherung auf Antrag einmalig nicht rückbaubare Maßnahmen zur Wohnraumanpassung, wie beispielsweise festeingebaute behinderten gerechte Duschen, maßgenaue Handläufe oder Rampen, seit dem 01.01.2013 ohne Berücksichtigung des Eigenanteils des Pflegebedürftigen, mit bis zu 4.000.-€ je Maßnahme. Eine erneute Beantragung eines Zuschusses ist möglich, sofern eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes des betreffenden Antragstellers eingetreten ist, weshalb es wichtig ist, so der Experte, Maßnahmen frühzeitig zu ergreifen. Detaillierte Informationen und Unterstützung bieten in diesem Zusammenhang die Expertinnen beim Pflegestützpunkt im Landratsamt. Ferner beschrieb Elter die vom KSR angebotene Ausbildung zum ehrenamtlichen Wohnberater sowie deren Tätigkeiten.

Verbunden mit seinem Dank an den Referenten wünschte sich Joachim Hils vom städtischen Kundenbereich Kommunale Sozialarbeit, dass die wertvollen Informationen in die Stadtteile hinausgetragen und der Vortrag bei weiteren Veranstaltungen angeboten werden kann.