Schülerinnen der Hardtschule Durmersheim erlebten eine „Zeitreise ins Alter“

Durmersheim (hr) – Eine Zeitreise ins Alter mit den Alterssimulationsanzügen (ASA) ermöglichten die Vorstandsmitglieder Monika Rapp und Hildegard Knapp des Kreisseniorenrats (KSR) mit tatkräftiger Unterstützung von Sebastian Elter und einer Auszubildenden zur Orthopädietechnik-Mechanikerin zehn Schülerinnen der siebten und achten Klasse der Hardtschule Durmersheim, die innerhalb eines Pädagogischen Zusatzangebots ein ganzes Schuljahr einmal wöchentlich Bewohner des Seniorendomizil Haus Rudolf besuchen. Wie es ist, jung zu sein, wissen die meisten älteren Leute noch recht gut, wie man sich mit zunehmendem Alter fühlt, ist für jüngere Leute kaum vorstellbar, das wollen wir heute ändern, begrüßte Monika Rapp die Schülerinnen.
Angeregt von der Lehrerin Silke Hauser sollten die Schülerinnen eine Reise ins Alter machen und erleben, wie beschwerlich das Leben mit altersbedingten Einschränkungen sein kann. Ein Ziel des Nachmittags war auch, Verständnis für ältere oder körperlich behinderte Menschen aufbringen und üben, wie sie den Senioren im Alltag besser helfen können.
„Wir finden es einfach cool, einmal in der Woche an einem Nachmittag mit alten Leuten im Haus Rudolf zu spielen, kochen oder spazieren gehen“, begründeten die Teilnehmerinnen Montana, Eva, Larissa, Betty, Lenja, Katarina, Xenia, Siri, Emilia und Aline, warum sie sich für das Pädagogische Zusatzangebot entschieden haben. Und es macht uns und den Senioren richtig Spaß, ergänzten sie.
„Oh Gott“, wie schrecklich war der am meisten genannte Ausruf, als die Mädchen die sechs Brillen mit simulierten Sehbehinderungen ausprobierten. Jetzt weiß ich, wie sich meine Oma fühlt, berichtete eine Schülerin, die im ASA des KSR sich mit typischen Einschränkungen älterer Menschen konfrontiert sah. Ging es zu Beginn noch lustig zu, änderte sich der Spaß und vor allem das Wohlbefinden schnell: Kopfhörer schränkten die Hörfähigkeit ein, Folie auf einem Brillenvisier simulierte den grauen Star. Bleigewichte und versteifende Bandagen verhinderten die Beweglichkeit der Gelenke. Der rechte Arm – mit Bleikugeln gefüllt – war „nach einem Schlaganfall gelähmt“. Handschuhe beeinträchtigten die Feinmotorik. Was das bedeutet, ahnten die jungen Leute beim Versuch, eine Treppe zu gehen oder eine Flasche zu öffnen.