In wenigen Minuten um 40 Jahre gealtert

2019-05-29 Realschule Rheinmuenster_8091

Rheinmünster (hr) – Angeregt von der Lehrerin Hanna Wurz-Schmidt und dem Schulleiter Rolf Schemel machten Schüler der drei achten Klassen der Realschule Rheinmünster eine Reise ins Alter und erlebten im Alterssimulationsanzug, wie beschwerlich das Leben mit altersbedingten Einschränkungen sein kann. Im theoretischen Teil informierte die Vorsitzende des Kreisseniorenrats (KSR) Doris Schmith-Velten welche Aufgaben sich der Kreisseniorenrat vorgenommen hat und mit welchen Einschränkungen Menschen im Alter rechnen müssen. Marco Ruschmann, Pflegedienstleiter im Seniorenzentrum Rheinmünster, stellte mit einem eindrucksvollen Video den Beruf einer examinierten Pflegefachkraft vor und informierte über die Verdienstmöglichkeiten. Orthopädiemechaniker-Meister und stellvertretender Vorsitzender des KSR, Josef Elter, warb bei dem Projekttag „Berufsorientierung“ der Realschule für eine Ausbildung zum.
Im praktischen Teil legten sich die Schülerinnen und Schüler, angeleitet von einer Auszubildenden zur Orthopädietechnik-Mechanikerin, den Alterssimulationsanzug gegenseitig an, mit dem die typischen Einschränkungen älterer Menschen auch für jüngere Menschen erlebbar werden. Die simulierbaren Einschränkungen sind beispielsweise eine Eintrübung der Augenlinse, Einengung des Gesichtsfeldes, Hochtonschwerhörigkeit, Einschränkung der Kopfbeweglichkeit, eine Gelenkversteifung, Kraftverlust, Einschränkung des Greif- und des Koordinationsvermögens. So ausgestattet versuchten sie eine Treppe zu bewältigten und kamen ganz schön ins Schwitzen.
Bei den Vorstandsmitgliedern Winfried Mülberg und Marianne Götz konnten die Jugendlichen am eigenen Leib erfahren, wie schwierig es ist mit einem Rollator oder mit einem Rollstuhl alltägliche Hindernisse zu überwinden.
Beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen von den Spezialbrillen mit denen Seheinschränkungen bei den verschiedenen Augenerkrankungen wie beispielsweise grauer oder grüner Star simuliert werden.
Bei der abschließenden Befragung zeigten sich die jungen Leute überzeugt, dass sie sich im Umgang mit einem Rollator oder einem Rollstuhl sicherer fühlen und mehr Verständnis für ältere oder körperlich behinderte Menschen aufbringen, ihnen beim Überwinden von Hindernissen im Alltagsbereich besser helfen können.

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