Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und rechtliche Betreuung

2019-03-20 Vortrag Vorsorgevollmacht 01

vl. Rudolf Fritz, Birgit Krahn, Sandra Weineich und Dr. Ulrich Spies

Großes Interesse an der Informationsveranstaltung in Weisenbach. In den Vorträgen betonten die Referentinnen und Referenten, wie wichtig es ist, sich bereits in gesunden und auch jungen Jahren ausführlich mit dem Thema Vorsorgemaßnahmen“ zu beschäftigen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die eigenen Wünsche auch Berücksichtigung finden, wenn man selbst sich nicht mehr äußern kann.

Im Jahr 2016 hat der Bundesgerichtshof in einem Beschluss die rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen (PV) nochmals betont und festgeschrieben. Eine PV ist für alle Beteiligten (z.B. Betreuer, Bevollmächtigte, Ärzte, Pflegepersonal, Gerichte) verbindlich, soweit sie Ihren Willen für eine konkrete Behandlungssituation klar erkennbar zum Ausdruck bringt. Damit dies mit einer Verfügung – in Kombination  mit einer Vorsorgevollmacht – gelingt, ist in der Regel eine medizinische Beratung und Unterstützung angebracht.

In seinem Vortrag ging Dr. med. Ulrich Spies auf die wichtigsten Formulierungen und Festlegungen einer rechtsverbindlichen Patientenverfügung ein.

Die beiden Mitarbeiterinnen der Betreuungsbehörde im Landratsamt Rastatt Birgit Krahn und Sandra Weineich informierten über die Möglichkeit  mit einer Vorsorgevollmacht eine Person des persönlichen Vertrauens zu bestimmen, die Ihre persönlichen Angelegenheiten und rechtlichen Belange  für Sie regeln kann, wenn Sie  aufgrund von Krankheit, eines Unfalls oder altersbedingter Gebrechen dazu nicht mehr in der Lage sind. Ergänzend wird über die Betreuungsverfügung informiert, mit der Sie festlegen, wer Betreuer werden soll, wenn Sie aus unterschiedlichen Gründen keine Vollmacht erstellen können und eine Person bestimmen wollen, die für Sie im Falle der Handlungs- und Entscheidungsunfähigkeit tätig werden kann.

Wenn im Ernstfall keine ausreichende Vorsorge getroffen wurde und Handlungsbedarf gegeben ist, muss durch das Betreuungsgericht ein rechtlicher Betreuer bestellt werden. Auch darüber berichteten die Vertreterinnen der Betreuungsbehörde.